Bewuchsfreie Fassaden ohne Biozide
Eine innovative Technologie, um Bewuchs an Fassaden zu vermeiden und gleichzeitig Luftschadstoffe wie Stickoxide zu reduzieren, ist die Nutzung der Photokatalyse. Sie sorgt für Sauberkeit: länger saubere Fassaden ganz ohne Biozide und saubere Luft – ein echtes Plus für Mensch und Umwelt! Anorganische, silikatische Bindemittel eignen sich besonders gut für photokatalytisch wirksame und langlebige Beschichtungen.
Vorwiegend gedämmte Fassaden sind häufig von mikrobiellen Belägen wie Algen und Pilzen betroffen, da sie ideale Wachstumsbedingungen bieten. Oft werden solche Oberflächen mit biozidhaltigen Beschichtungen behandelt. Doch diese Lösung hat Nachteile: Die eingesetzten Biozide werden mit der Zeit durch Regen ausgewaschen und gelangen so in die Umwelt, wo sie ökologische Schäden verursachen können. Doch es geht auch anders, ganz ohne Biozide und mit der Kraft der Sonne.
Die Kraft der Sonne nutzen
Ähnlich wie bei der Photosynthese der Pflanzen, wird auch bei der Photokatalyse durch Licht ein Reaktionsprozess initiiert. Während bei der Photosynthese unter Einfluss von Sonnenlicht ein Stoff (Glucose) aufgebaut wird, werden bei der Photokatalyse Stoffe mit Hilfe von Sonnenlicht abgebaut bzw. umgewandelt. Der Begriff Photokatalyse umschreibt ein Wirkungsprinzip, bei dem eine Substanz (= „Katalysator”) durch Licht (= „Photo”) dazu angeregt wird, eine chemische Reaktion auszulösen bzw. zu beschleunigen, ohne sich dabei selbst zu verbrauchen.
Selbstreinigende Fassaden dank innovativer Photokatalyse
Effekt 1: Selbstreinigungseffekt
Der Photokatalysator aktiviert unter Lichteinwirkung hydrophile Oberflächeneffekte. Das bedeutet: Die Oberflächenspannung des Wassers auf der Fassade wird reduziert, Wassertropfen breiten sich zu einem flächigen Wasserfilm aus – ideal für den natürlichen Selbstreinigungseffekt. Sobald Regen oder Taufeuchte die Fassade benetzt, wird der anhaftende Schmutz gelöst und durch die photokatalytisch aktive Oberfläche einfach abgewaschen.
Effekt 2: Hohe Trocknungsgeschwindigkeit
Durch den flächigen Wasserfilm entsteht eine größere Verdunstungsoberfläche, wodurch die Fassade deutlich schneller trocknet als bei hydrophoben Beschichtungen. Die extrem große spezifische Oberfläche unserer mikroporösen Silikatbeschichtungen – weit höher als bei organischen Farben – verstärkt die schnelle Rücktrocknung zusätzlich. Das sorgt für ein insgesamt trockeneres Fassadenklima und bietet Algen und Pilzen schlechte Wachstumsbedingungen. Fassaden bleiben länger sauber und optisch ansprechend.
Effekt 3: Antistatisch und nicht thermoplastisch
Zudem sind silikatische Fassadenbeschichtungen antistatisch und nicht thermoplastisch. Dadurch können Schmutzpartikel weniger an der Oberfläche haften – ein wichtiger Vorteil für dauerhaft saubere, pflegeleichte Außenwände.
Saubere Luft durch den Minox-Effekt
Durch natürliche Lichteinwirkung wird in der Fassadenfarbe ein innovativer Photokatalysator aktiviert. Er wandelt schädliche Stickoxide aus der Luft in unschädliches Nitrat um – und erzeugt dabei sogar Sauerstoff. Das Beste: Die Wirkung bleibt dauerhaft erhalten – ein lebenslanger Effekt ohne Wirkungsverlust.
Eine photokatalytisch aktive Oberfläche leistet einen wertvollen Beitrag zur Luftreinhaltung - unser Beitrag für eine saubere Umwelt und gesunde Lebensräume.
Photokatalyse in Farben
KEIMFARBEN forscht seit Jahren an photokatalytischen Pigmenten, die in Farben dauerhaft stabil und effizient wirken. In KEIM Soldalit-ME sind ausgewählte Photokatalysatoren optimal in eine stabile, anorganische Bindemittelmatrix eingebunden. Das Ergebnis: photokatalytisch wirksame Hochleistungsbeschichtungen mit extrem hoher Farbtonstabilität und einer schadstoffreduzierenden Wirkung – dem sogenannten MiNOx-Effekt („Minimiert NOx“). So verbindet Soldalit-ME nachhaltigen Fassadenschutz mit aktivem Umweltnutzen.
Für photokatalytisch wirksame und langlebige Beschichtungen eignen sich vor allem anorganische, silikatische Bindemittel. Photokatalytisch aktive Farben können Schadstoffe zersetzen – ein echter Pluspunkt für Umwelt und Luftqualität. Der Haken: Organische Bindemittel (z.B. Dispersions- oder Silikonharzfarben) sind selbst anfällig für den Prozess und bauen sich mit der Zeit ab. Die Folge: Kreidung, frühzeitige Verwitterung und reduzierte Lebensdauer. Robuster zeigen sich anorganische, silikatische Bindemittel von KEIM – sie bleiben vom Photokatalysator unbeeinflusst und sorgen für stabile, langlebige Beschichtungen:
