KEIM Wärmedämm-Systeme

Windsoglasten und Dübelplanung

Die dauerhafte Standsicherheit gehört zu den Grundanforderungen an jedes WDVS – Eine gute Planung der möglichen Lasten und entsprechenden Verdübelung sind deshalb unerlässlich.

WDV-Systeme sind Leichtgewichte, ihr Gewicht alleine kann die Verklebung in der Regel sehr gut tragen. Es ist der Wind, der, oft in Böen und in Abhängigkeit von der Lage und Gebäudegeometrie zum Teil sehr kräftig an Ihrem Gebäude zieht. Welche Lasten daraus entstehen und wie man diese abfangen kann, ist eine Planungsleistung, die ein Ingenieur erbringen muss. Zur Vorbemessung oder für kleinere Gebäude sind vereinfachte Verfahren in gewissen Grenzen anwendbar. Was darüber hinaus geht, gehört auf den Tisch eines fachkundigen Planers.

Ausgehend von der Lage des zu planenden Bauvorhabens in einer baurechtlich definierten Windzone, von der Gebäudehöhe, der Art der Zulassung und der Gebäudegliederung können Sie unter dem  Standardverfahren, dem vereinfachtes Verfahren  oder dem Praxisgerechtes Verfahren wählen.

Windzonen und Windlast

Mit welchen Einwirkungen aus Wind Sie rechnen müssen hängt vom Standort des Gebäudes ab und ist in der DIN EN 1991-1-4/NA genormt. Deutschland ist dabei in 4 Windzonen eingeteilt. Anhand der Windzonenkarte ist leicht zu ermitteln, in welcher Sie sich befinden.

Für Grenzfälle hat das Deutsche Institut für Bautechnik eine Zuordnung nach Verwaltungsgrenzen veröffentlicht. Diese Tabelle können Sie → hier herunterladen

Für das Praxisgerechte Verfahren reicht die Kenntnis der Windzone aus. Für die Rechenverfahren sind die anzunehmenden Lasten gemäß Norm zu ermitteln.

 

 

Standard-Verfahren

Das Standardverfahren ist die ingenieurmäßige Berechnung der Flächenbereiche in Abhängigkeit von der Gebäudehöhe. Es ist zwingend anzuwenden bei geschwungenen, unterbrochenen bzw. stark gegliederten Baukörpern oder Bauwerken ohne rechteckigen Grundriss. Auch bei sehr hohen Baukörpern lohnt sich das Verfahren.

Vereinfachtes Verfahren

Im Vereinfachten Verfahren dürfen die Einwirkungen aus Wind für Gebäude bis 25 m Höhe als konstant für die gesamte Höhe angenommen werden, so werden aufwendige Detailberechnungen vermieden. Der Winddruck und die sich daraus ergebenen Flächenbereiche mit zugeordnetem Windsog müssen aber für jede einzelne  Gebäudeseite ermittelt werden. Aus den Gebäudeabmessungen ergeben sich so die Flächenbereiche A, B und C mit unterschiedlichen Dübelmengen. Das Verfahren lohnt sich bei größeren Objekten mit klarer geometrischer Grundform (rechteckiger Kubus, einfacher rechteckiger Grundriss).

Praxisgerechtes Verfahren

Das praxisgerechte Verfahren richtet sich an den Handwerker, der für kleinere Gebäude, insbesondere Ein- und Zweifamilienhäuser mit rechteckigen Grundrissen, unkompliziert eine Festlegung der benötigten Dübel braucht. Dabei sind die Berechnungsergebnisse für bestimmte Dübel in Abhängigkeit vom verwendeten Dämmstoff und der Art der Verdübelung in Tabellen allgemeingültig zusammengefasst. Es ist einfach zu handhaben und im Ergebnis steht eine einheitliche Anzahl Dübel für das komplette Gebäude. Weitere Informationen und Tabellen finden Sie im →  Technischen Leitfaden ab Seite 36.

Weitere Informationen
Zulassungen Dämmstoffe

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Zulassungen Dübel

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