Fassade streichen

Wertvolle Tipps

Gewusst wie

Jeder Untergrund stellt eigene Anforderungen an das Farbmaterial. Und auch jeder Bauherr hat eigene Vorstellungen. Nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich. Was ist Ihnen besonders wichtig? Und treffen Sie dann eine bewusste Entscheidung für Ihr Farbprodukt.

Der Gitterschnitt zeigt eine unzureichende Haftung
Der Gitterschnitt zeigt eine unzureichende Haftung

Prüfung – die Basis für eine feste Bindung

Insbesondere im Außenbereich ist es wichtig, den Untergrund genau zu prüfen. Ist der Untergrund tragfähig? Wo sind Verschmutzungen oder erste Schäden erkennbar? Ein einfacher Wischtest mit der Hand kann hier Aufschluss geben. Kreidet der Putz oder Anstrich ab oder kann man die Farbe sogar mit dem Fingernagel abkratzen? Dann sollte unbedingt ein „Gitterschnitt-Test“ folgen. Man ritzt dazu mit einem Cuttermesser eine kleine Fläche im Schachbrettmuster in den Altanstrich und drückt ein Malerkreppband darauf fest. Anschließend das Malerkrepp schnell abreißen. Bleiben dabei Teile des Altanstrichs am Klebeband hängen, dann gilt der Altanstrich als nicht mehr tragfähig und muss entfernt werden.

 

Auf das Werkzeug kommt es an

Achten Sie auf gutes Werkzeug! Ordentliches Werkzeug macht das Arbeiten leichter und verbessert auch das Ergebnis. Kaufen Sie ihr Werkzeug im Fachhandel. Achten Sie beim Kauf eines Pinsels auf einen dichten Besatz mit steifen Borsten, damit Sie mehr Kontrolle beim Streichen haben. Bei Arbeiten mit der Rolle empfehlen sich für außen langhaarige Roller mit Fasern aus Polyamid.

 

 

 

Was es sonst noch zu beachten gilt

Sicherheit ist oberstes Gebot! Also: Bei Arbeiten an der Fassade sollten Sie ein Gerüst aufstellen. Das macht die Arbeit leichter, schneller und vor allem sicherer!

Fassaden immer in ganzen Teilflächen streichen

Teilen Sie Ihre Fassade vor dem Beginn der Arbeiten in Teilflächen.
Hören Sie nicht innerhalb einer Teilfläche mit Ihren Anstricharbeiten auf.
So vermeiden Sie unschöne Ansätze!


Ganz wichtig: Ordentlich abkleben!

Schützen Sie umliegende Bereiche, wie z.B. Fenster und kleben diese sorgfältig ab.
Verwenden Sie dafür nur für außen geeignetes Klebeband – hier gibt es große Unterschiede, je nach Anwendungsfall. Entfernen Sie das Klebeband rechtzeitig, sonst lässt es sich nicht mehr rückstandsfrei ablösen.

Und das Wetter?

Nie bei Regen, starkem Wind oder auf nassen Untergründen streichen. Und auch Hitze ist nicht optimal. Wenn Sie starten, ist es am besten, mit der Südseite des Gebäudes zu beginnen. Dann arbeiten Sie sich später mit dem Lauf der Sonne rund um das Gebäude. So können Sie im Schatten streichen. Zu warme Untergründe lassen die Farbe zu schnell trocknen – das ist schlecht für Ihr Ergebnis!

Und wenn mal was daneben ging

Entfernen Sie Farbspritzer immer sofort. Benutzen Sie dazu reichlich Wasser. Wenn möglich demontieren Sie Fallrohre, Markisen oder Ähnliches vorher. Das macht zwar zunächst etwas Arbeit – aber das holen Sie später leicht wieder auf.

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