Grand Hotel Kempinski

Produkt:

  • KEIM Soldalit

Objektbeschreibung:
Das Seebad Heiligendamm an der Ostsee hat eine glanzvolle Geschichte aber auch Jahrzehnte der Vernachlässigung hinter sich. Nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten erstrahlt der Gebäudekomplex heute als Kempinski Grand Hotel Heiligendamm wieder in seiner ganzen Pracht. Heiligendamm, so lautet der Name des Strandes vor den Toren der mecklenburgischen Kreisstadt Bad Doberan, wo sich Deutschlands ältestes Seebad befindet. Seine Anfänge gehen auf das Jahr 1793 zurück, als der Leibarzt des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin dem Landesherrn empfahl, der Gesundheit zuliebe im Meer zu baden. Drei Jahre später ließ der Herzog ein Badehaus am Strand von Heiligendamm errichten. In der Folge entstand auf dem Anwesen ein klassizistisches Ensemble von Logierhäusern, die Aristokraten, hohe Beamte, Industrielle und allerlei prominente Persönlichkeiten während der Ferienzeit beherbergten. Zu Zeiten der DDR erfuhr das Anwesen eine eher halbherzige Nutzung als Sanatorium und Erholungsstätte. Die steingewordene Prachtentfaltung des mecklenburgischen und preußischen Adels als Denkmal zu erhalten, war offenbar weder gewünscht noch bezahlbar. Umso bewundernswerter ist nun die Wiederherstellung von Heiligendamm als hochexklusives Ferienressort.

Die Entwicklungs-Compagnie-Heiligendamm, eine Tochter der Kölner Fundus-Gruppe, investierte rund 230 Millionen Euro in das Objektensemble. Die Grundplanung übernahm der New Yorker Star-Architekt Robert A. M Stern, die Ausführungsplanung lag beim Architekturbüro HPP aus Düsseldorf. Zwei Prämissen galt es zu beachten: Einerseits den Anspruch des Denkmalschutzes nach einer möglichst originalgetreuen Wiederherstellung der Gebäude im Außenbereich, zum anderen musste das Objekt alle Anforderungen eines modernen Hotels der Spitzenklasse erfüllen. Die historischen Bauten wurden daher entkernt, der technisch besonders aufwändige Wellness- und Beauty-Bereich fand in einem Neubau, dem Severin- Palais, auf 3.000 Quadratmetern reichlich Platz. Architektonisch lehnt sich das Gebäude an den Stil der umgebenden historischen Bausubstanz an. Knapp drei Jahre nahmen die Bau- und Renovierungsarbeiten in Anspruch. Seit seiner Eröffnung im Frühsommer 2003 ist das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm, so der vollständige Name, wieder das, was einst den Ruhm der „Weißen Stadt“ begründete: ein Seebad, das an Noblesse und Exklusivität schwer zu übertreffen ist.

More international reference projects

This site uses cookies. If you continue surfing on this site, you agree to the use of cookies.
More details