Architektur: 
Martin Wendling, Köln
www.wendlingarchitektur.de

KEIM Produkte:

  • KEIM Soldalit-Fixativ
  • KEIM Soldalit

Fotos:
© Ben van Skyhawk
 

Ein Heim zum Wohfühlen

Im Bergischen Land hat sich ein Ehepaar den Traum für seinen Lebensabend realisiert: Ein großes Haus für sich und seine Gäste. Entstanden ist ein ebenso repräsentatives wie schlichtes Anwesen, bei dessen Erbauung ganz besonders Nachhaltigkeit und gesundes Wohnen im Vordergrund stand.

Ein Wunsch wird erfüllt
Mit dem Neubau eines großen Hauses konnte sich ein Ehepaar aus Bergisch Gladbach einen lang gehegten Wunsch erfüllen: nach mehreren Jahren im Ausland in seine alte Heimat in ein Haus mit viel Platz zurückzukehren. Obwohl die drei Kinder schon erwachsen sind, herrscht ein großer Zusammenhalt in der Familie und die Kinder besuchen ihre Eltern oft und gerne. Es dauerte allerdings etwas, bis das Ehepaar das passende Grundstück für seinen Hausbau gefunden hatte. „Gemeinsam waren wir jahrelang auf der Suche nach einem passenden Ort für ein Bauprojekt“, erinnert sich Martin Wendling, Architekt aus Köln, der die Bauherren schon lange kennt und das Haus entworfen hat. Das ideale Grundstück dafür fanden sie schließlich im Grünen, in einem südlichen Stadtteil von Bergisch Gladbach.

Zentral und im Grünen
Der Stadtteil liegt auf einem Plateau oberhalb der Kölner Bucht. Er hat eine eigene funktionierende Infrastruktur und mit knapp 6.000 Einwohnern noch einen dörflichen Charakter. Das Zentrum von Bergisch Gladbach ist in 15 Minuten zu erreichen und Köln ist nur 20 Autominuten entfernt. Inmitten dieser leicht hügeligen Landschaft sind die schönsten Grundstücke und die größten Häuser der Stadt Bergisch Gladbach zu finden, darunter auch das etwa 3.300 Quadratmeter große am Hang liegende Grundstück, das an der süd-westlichen Grenze fließend in eine Wiese des Stadtgartens über geht. Ein alter Baumbestand, bildet die Grenzen zu den Nachbargrundstücken links und rechts. Die Häuser in der angrenzenden Umgebung sind Einfamilienhäuser und ein Konglomerat aus unterschiedlichen Baustilen – historisch und modern. Der Neubau des Ehepaares musste sich keiner ortstypischen Bebauung unterordnen, sollte sich allerdings auch an die Umgebung anpassen.

Repräsentativ und schlicht
Bereits auf den ersten Blick entfaltet das großzügig gestaltete Haus, umgeben von dem weitläufigen Grundstück, seine ganz besondere Ausstrahlung. „Bezüglich des Haustypus waren wir uns von Anfang einig“, erinnert sich Martin Wendling und realisierte zusammen mit den Bauherren ein Haus im klassischen Villentypus im Stil von Andrea Palladios Villen im Veneto – allerdings in moderner Formensprache. „So wirkt das Gebäude auf der einen Seite sehr repräsentativ, auf der anderen Seite im Gegensatz zu anderen Häusern, die sehr stark von außen geschmückt sind, mit seiner sehr zurückhaltenden Materialwahl und Formensprache, fast schon etwas bescheiden“, erklärt der Architekt und fährt fort: „Stilistisch ist alles sehr reduziert. Wir haben zum Beispiel lange diskutiert, ob so eine moderne Interpretation einer Villa ein Giebeldreieck haben darf; letzten Endes haben wir uns dafür entschieden, auch weil es der Wunsch der Bauherren war. Früher wurde dieser Bereich mit Rücksprüngen, Ornamenten und Verzierungen ausgearbeitet – wir haben uns für die schmucklose, schlichte Variante entschieden.“

Nachhaltig und autark
In der heutigen Zeit der Klimadiskussionen lag es dem Ehepaar sehr am Herzen, nachhaltig zu bauen. Deshalb empfahl Martin Wendling dem Ehepaar für die Dämmung eine Mineraldämmplatte auf Basis von Sand, Kalk, Zement und Wasser. Diese Platten gehören zu den wenigen Dämmstoffen, die voll mineralisch sind und ein natureplus-Zertifikat besitzen. Sie wurden auf die Kalksandsteinmauern geklebt, es folgte die Armierung, der Putz und die Farbe. Hier war der Schichtenaufbau des Wärmedämmverbundsystems aus mineralischen Elementen wichtig, final mit einer mineralischen Farbe. Auf diese Weise ist die Fassade diffusionsoffen, sie kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. „In erster Linie ging es darum, im mineralischen System zu bleiben, gleichzeitig war eine langlebige und hochwertige Farbe gewünscht, sodass wir uns für das Soldalit-System von KEIMFARBEN entschieden haben. Ich persönlich habe schon öfter Soldalit benutzt und bin damit sehr zufrieden“, erläutert der Architekt. Als silikatische Grundierung trugen die Handwerker KEIM Soldalit-Fixativ auf, bevor der zweifache Anstrich mit KEIM Soldalit in Altweiß für die Hauptfläche und in Grau für die Zierelemente folgte.
Unter der großen Überschrift der Nachhaltigkeit achteten die Bauherren ebenfalls auf eine Energieversorgung durch eine Erdwärmpumpe. „Hierfür wird die Wärme aus dem Boden mit Erdwärmesonden erschlossen. Die Bauherren ließen vier Erdsonden mittels Bohrungen installieren. Dies war zwar insgesamt eine große Investition, aber die Tatsache, auch der Umwelt etwas Gutes zu tun und von fossilen Energieträgern und damit auch von Energieversorgern unabhängig zu sein, war dem Ehepaar sehr wichtig“ erläutert Wendling.

Gesundes Wohnen und hohes, helles Raumgefühl 
Gesundes Wohnen mit natürlichen Materialien stand auch bei der Gestaltung des Wohnbereichs im Vordergrund, insbesondere eine gesunde Raumluft. Deshalb wählte das Ehepaar für die Gestaltung aller Wände einen reinen Kalkputz mit offenporiger, grober Oberfläche in einem eierschalenfarbenen Farbton. „Natürliche Holzböden waren von Anfang an als ein Bodenbelag fürs ganze Haus geplant“, so Architekt Wendling. Über den Portikus gelangt man in die über zwei Geschosse hohe Eingangshalle ins großzügig gestaltete Erdgeschoss, mit dem zentralen vier Meter hohen und einladenden Wohnbereich. Esszimmer und Küche ergänzen das Erdgeschoss auf der einen und Bibliothek und Gästebereich auf der anderen Seite. Ein Highlight des Hauses ist die klassische und modern interpretierte Treppe, die ins Obergeschoss führt, eine Co-Produktion der Bauherrin, des Architekten und des Treppenbauers. In der ersten Etage ziehen sich die Eheleute zurück, hier sind ein Schlaf- und ein weiterer Gästebereich untergebracht. Alle Räume sind mit sehr vielen großen Fensterflächen großzügig geöffnet, die das Innere mit viel natürlichem Licht fluten und gleichzeitig den Bezug zum Garten herstellen. Und von der mit Naturstein gestalteten Terrasse reicht der Blick bei gutem Wetter bis nach Köln.

Rundum Wohlgefühl
So stehen im gesamten Haus die Weichen auf rundum Wohlgefühl. Martin Wendling blickt zufrieden auf den Auftrag zurück: „Das Projekt dauerte etwa dreieinhalb Jahre inklusive Planung und Bau. Es war sehr anspruchsvoll, hat aber insgesamt reibungslos geklappt, auch weil wir mit sehr guten Handwerksbetrieben zusammengearbeitet haben. Nun freue ich mich, dass die Besitzer im letzten Herbst in ihr neues Heim eingezogen sind, sich sehr wohl fühlen und mit den Planungen für die Hochzeit ihrer Tochter fortfahren können, die auf diesem Anwesen mit seinem außergewöhnlichen Außengelände im Sommer stattfinden wird.“

Text: Dr. Alexandra Nyseth
 

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