Filmkunsthaus Babylon

Produkte:

  • KEIM Restauro®-Lasur
  • KEIM Universalputz

Objektbeschreibung:
Das Gebäude des Filmkunsthauses Babylon in Berlin-Mitte stammt aus einer Zeit, in der Kinos gleichsam als Kathedralen des Films konzipiert wurden, an Fassungsvermögen und Ausstattung einem größeren Theater oder Opernhaus vergleichbar. Zwischen 1927 und 1929 schuf Architekt Hans Poelzig die Randbebauung am damaligen Bülowplatz, heute Rosa-Luxemburg-Platz, in der sich mit dem Babylon das letzte noch heute bespielte Berliner Großkino aus den zwanziger Jahren befindet. In den Mauerwerksbau mit Stahlkonstruktionsteilen integrierte Hans Poelzig den Kinosaal mit einer damaligen Kapazität von 1.200 Zuschauern. Daneben beherbergte der Block Wohnungen, im Erdgeschoss auch Geschäfte.

Außensanierung im ursprünglichen Stil
Mit der Planung und Überwachung der Generalsanierung, ausgeführt in den Jahren 1999 bis 2001, beauftragte die Eigentümergesellschaft Babylon-Block GbR das Berliner Architekturbüro Meyer-Rogge und Partner. Die abgewitterte Außenfassade ließ Architekt Klaus Meyer-Rogge mit einem Kalk-Zement-Putz neu verputzen. Als Untergrund für den Anstrich empfahl KEIMFARBEN-Fachberater Horst Kaffke eine dünne Schicht KEIM Universalputz. Noch vorhandene Reste des Originalanstrichs ermöglichten es Klaus Meyer-Rogge, die ursprüngliche Farbigkeit des Gebäudes mit einem kräftigen und sehr tiefen Ockerton zu rekonstruieren. Der Einsatz mineralischer Farben war von Seiten des Landesdenkmalamtes vorgegeben, mit dem der Architekt eng zusammenarbeitete. Um die gewünschte Farbintensität herzustellen, entschied sich Klaus Meyer-Rogge für die Verwendung von KEIM Restauro-Lasur. Mitarbeiter des Berliner Malerbetriebes Klein GmbH führten die beiden Lasurschichten in traditioneller Technik, d. h. mit der Bürste, aus. Eine Besonderheit des Außenanstrichs im Großstadtumfeld: sein Schutz vor Graffiti-Attacken. Hierfür trugen die Verarbeiter die reversible Spezialbeschichtung KEIM Flagranti bis zu einer Höhe von drei Metern auf die Außenfassade auf.

Behutsame Modernisierung
Im Inneren behielt der Architekt im Wesentlichen die Merkmale bei, die das Kino aufwies, als es in den fünfziger Jahren vom Filmverleih Sovexport genutzt wurde. Durch Maßnahmen wie die Restaurierung der Orgel und die Wiederherstellung des Orchestergrabens kann es heute auch wieder als Stummfilmkino genutzt werden. Die Cinemascope-Leinwand ist im Boden versenkbar, dahinter verbirgt sich die sehr viel kleinere Leinwand für Stummfilmvorführungen. Zur Verbesserung des Schallschutzes ließ Klaus Meyer-Rogge zusätzliche Wandverkleidungen aus Steinwolle mit Stoffüberzug einbauen. Sägeschnitte trennten den Saal bauakustisch von der Wohnbebauung des Blocks. Durch die räumliche Abtrennung des Oberranges mit seinen ehemals 300 Sitzen sowie eine deutlich großzügigere Bestuhlung weist der große Saal heute die zeitgemäße Anzahl von 460 Plätzen auf. Weitere 67 Plätze bietet das kleine Studiokino. Das Foyer präsentiert sich wieder im Originalzustand mit einer Farbgebung in warmen Gelb- und Orangetönen. Die stark beanspruchten Wandflächen im Foyer schützten die Mitarbeiter von Malermeister Matthias Klein mit der besonders widerstandsfähigen Mineralfarbe KEIM Ecosil gegen Verschmutzung. Die Erneuerung der Haustechnik sowie zahlreiche Um- und Ausbauarbeiten rundeten die Modernisierung ab. Mit dem Babylon konnten Architekt, Eigentümer, Denkmalpfleger und Betreiber ein Stück Geschichte bewahren, das die kulturelle Szene von Berlins Mitte ebenso bereichert wie die Stadtlandschaft rund um den Rosa-Luxemburg-Platz.

Weitere Referenzen

100 Jahre Bauhaus

Auf der Suche nach den Farben der...

The Imprint in Paradise City

"The Imprint" ist das Herzstück eines...

Baugemeinschaft Meerleben

Öko-Holzbausiedlung mit dauerhafter...

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie auf dieser Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Mehr Details