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Referenzen

Marina One

Marina One in Singapur ist ein besonderer Gebäudekomplex: Vier Wolkenkratzer bilden den Rahmen eines mittigen dreidimensionalen Gartens – für ein besseres Zusammenspiel von Arbeiten, Wohnen und Leben. Für den Bau wurden insbesondere Glas, Stahl und zertifizierter grüner Beton verwendet. Die Langlebigkeit des Betons in den feuchten tropischen Klimaverhältnissen zu gewährleisten ist eine Herausforderung bei Großprojekten dieser Art.

Architekt:
ingenhoven architects gmbh
Bauherr:
M+S Pte. Ltd., Singapur, eine Gesellschaft der Khazanah Nasional Berhad, Kuala Lumpur, Malaysia und Temasek Holdings, Singapur
Fotos:
Foto: HGEsch
Standort:
Singapur, Südafrika
Produkte:
  • Concretal-Lasur
  • Concretal-Fixativ
  • Silan-100

Kompromisslos Grün

An der Südspitze der malaiischen Halbinsel zwischen Malaysia und Indonesien liegt der tropische Stadtstaat Singapur. Mit einer Gesamtfläche von etwa 720 Quadratkilometern ist die Inselrepublik ungefähr so groß wie Hamburg und flächenmäßig der kleinste Staat in Südostasien. Allerdings leben hier mit etwa 5,6 Millionen Einwohnern dreimal so viele Bewohner wie in der Hansestadt. Dies hat zur Folge, dass Wohnraum knapp und teuer ist. Aus diesem Grund spielt Landgewinnung für Singapur eine große Rolle und zwischen Moscheen und historischen Bauten vervollständigen Wolkenkratzer das Architektursammelsurium.

 

Viel Grün für eine bessere Umwelt

Diese gemeinsame Mitte – das „Green Heart“ ist das Kernkonzept von Marina One, das von ingenhoven architects in enger Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Gustafson Porter + Bowman realisiert wurde. Die dreidimensionale grüne Oase erstreckt sich über mehrere Stockwerke, umfasst 350 verschiedene Baum-, Pflanzen- sowie zahlreiche Tierarten auf einer Fläche von 37.000 Quadratmetern und trägt zu einer Verbesserung des Mikroklimas und zu einer Erhöhung der Biodiversität bei. Zudem integrierten die Architekten einen Wasserfall und Sky Gardens auf verschiedenen Ebenen. Die markante, stufenförmig Lamellenstruktur dient als ästhetisch ansprechendes Sonnenschutzsystem, das auf über 35.000 Metern die tropische Hitze abblockt, bevor sie ins Gebäude dringt.

 

Beton schützen - aber richtig

„Oft trocknet der Beton unterschiedlich auf, das heißt, er wird fleckig, mal heller, mal dunkler. Bei einem mineralischen Produkt wie dem Beton ist das einfach so gegeben“, erläutert Antje Bensch, Export Managerin bei KEIMFARBEN.

Zusätzlich wird Beton im Laufe der Zeit von der Witterung angegriffen, sodass Wasser und Schadstoffe eindringen können. Moos und Algenbewuchs führen zu optischen Mängeln und verstärken die Schadenswirkung. Mineralische Produkte helfen, den Beton zu schützen. Im Gegensatz zu Beschichtungen auf Kunststoffbasis bilden silikatische Materialien keinen Film auf der Betonoberfläche. Das Bindemittel Kaliwasserglas reagiert chemisch mit dem Untergrund und verbindet sich durch die sogenannte Verkieselung unlösbar mit ihm. Dadurch wird die Betonoberfläche gefestigt und es entsteht ein erhöhter Verwitterungs- und Verschleißschutz.

Außerdem überlagern mineralische Beschichtungen die natürliche Betonstruktur nicht, sie betonen sie. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beschichtung lasierend ausgeführt wird. Mineralfarben und -lasuren erhalten den Charakter des Materials auch bei farblicher Gestaltung und bieten im Gegensatz zum Einfärben von Beton deutlich mehr Flexibilität.

Große Herausforderung gemeistert

„Derart große Projekte sind meist ein langwieriger Prozess. Nachdem 2013 die Idee für dieses Gebäude aufkam, fand Ende 2013 die Ausschreibung statt“, erinnert sich Bensch und ergänzt, dass zwischen Ende 2015 bis Januar 2018 die Produkte verarbeitet wurden. Gut zwei Jahre wurde in Abschnitten nur gestrichen.

Die Verarbeiter trugen insgesamt 2.000 Liter Silan 100 als Hydrophobierung und 12.000 Liter Concretal-Lasur mit kleinen Rollen auf und arbeiteten zum Teil sogar mit einem Naturschwamm nach. Dies geschah etagenweise und auf kleinen Gerüsten.

„Das war eine große Herausforderung, da die Beschichtung während der Bauphase stattfand und wir die Arbeit oft unterbrechen mussten bis der nächste Abschnitt fertig gestellt war. Zum Teil mussten auch kleine Schäden, die während des Bauens entstanden waren, wieder behoben werden. Sehr geholfen hat uns dabei ein verlässlicher Partner vor Ort, der alles betreut hat. Das spielt eine große Rolle, um ein derart großes Projekt erfolgreich abschließen zu können“, resümiert Bensch. 

Beständigkeit im Wandel der Zeit

„Es wird in Singapur weiter aufgeschüttet, es wird auch der Hafen zum wiederholten Mal nun verlegt, um weitere Landflächen zu gewinnen. Man kann davon ausgehen, dass in zehn, zwanzig, vielleicht auch 25 Jahren unser Projekt damit in die Mitte des dann neuen, erweiterten Central Business Districts geschoben wurde oder sich dann befindet“, erzählt der Düsseldorfer Architekt Marina One, Christoph Ingenhoven im Deutschlandfunk. – Erst dann, in etwa zwanzig Jahren, ist es unter Umständen nötig, die Beschichtung des Betons zu wiederholen, denn die Farbsysteme von KEIMFARBEN sind sehr langlebig und eine Wartung ist nicht nötig.

 

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