Produkte:

  • KEIM Granital®
  • KEIM Fixativ
  • KEIM Restauro®-Lasur

 

Beteiligte:

Bauherr
Prinz und Prinzessin von Lobkovicz, Maxlrain

Bauleitung
Bernhard Huhn, Ingenieurbüro, Bad Aibling

Restaurator
Martin Lauber, Restaurator und Kirchenmaler, Bad Endorf

Objektbeschreibung:
Sanierung des Schlosses und der Brauerei-Gaststätte Maxlrain.

Wenn man von Bad Aibling her in Richtung Grafing unterwegs ist, kommt man nach einigen Kilometern an Schloss Maxlrain vorbei, einem der schönsten Renaissance-Schlösser Bayerns. Eingebettet zwischen alten Eichenbeständen, bietet es mit seinen vier Zwiebeltürmen einen fast märchenhaften Anblick und einen herrlichen Ausblick über die gesamte Alpenkulisse!
Die Geschichte Maxlrains reicht bis ins Jahr 800 zurück, Erbauer soll Karl der Große gewesen sein. Nach regem Besitzerwechsel und diversen Wiederauf-, Um- und Anbauten erwarb Leo Graf von Hohenthal und Bergen Schloss Maxlrain 1936.
Seine Enkelin, Christina von Hohenthal und Bergen, heiratete 1982 Dr. Erich Prinz von Lobkowicz. Heute wird das Schloss von Prinz und Prinzessin von Lobkowicz, ihren sechs Kindern samt Mops bewohnt und ist daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Trotz einer glanzvollen Familiengeschichte sind die Lobkowicz bodenständig geblieben und widmen sich heute dem kostspieligen Erhalt der prachtvollen Gebäude und der Braukunst.
Maxlrainer Biere werden im handwerklich geprägten Familienbetrieb produziert, wobei sich der Prinz als Doktor der Philosophie beim Brauen auf seine Braumeister verlässt und lieber für ein gutes Arbeitsklima sorgt: "Es nützt mir nichts, wenn ich 70 Hefestämme kenne, ich muss wissen, wie ich meine Leute gut behandle."
Im hohen Verantwortungsbewusstsein für die Brauerei-Produkte, die Mitarbeiter und die bayerische Kultur liegt das Geheimnis der Qualität der Maxlrainer Bierspezialitäten.
Tatsächlich hat Maxlrain außer seinem köstlichen Bier aber noch mehr Schönes zu bieten: Zum Gesamtkunstwerk Maxlrain, wie es von Lobkowicz gerne nennt, gehören die weitläufige gepflegte Hofanlage, der Forst und ein Golfplatz. Spaziergänger wie Sonntagsausflügler wissen außerdem das kulinarische Angebot der Maxlrainer Gaststätten zu schätzen.

Bier- und Baukultur
Was mit der Bierproduktion erwirtschaftet wird, dient auch zur Erhaltung der denkmalgeschützten Gebäude: dem imposanten Renaissancebau samt Schlosskapelle und diversen Anbauten aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Eigentümer achten nicht nur bei ihren Brauereiprodukten auf Qualität. Auch bei der Sanierung des Schlosses und der Brauerei-Gaststätte wurde nicht gespart: Es kamen nur reine Silikatfarben aus dem Hause KEIM zum Einsatz! Die Sanierung der Fassaden war aufgrund von Hagelschäden notwendig geworden. Besonders auf der Wetterseite gab es schwere Einschläge bis auf die Armierung, so dass eine nur oberflächliche Schadensbehebung nicht ausreichend war. An manchen Stellen war sogar das Mauerwerk beschädigt und musste in Teilen wieder aufgebaut werden.
Auf der Südseite wurde der Putz komplett entfernt und mit Armierung im KEIM-System wieder aufgebaut.
Die Türme wurden belassen, mit Fixativ gefestigt und mit Granital gestrichen. In Teilbereichen musste wegen Moos- u. Algenbefall mit KEIM-Fungizid vorgearbeitet werden.
An allen Stellen, an denen die Gefahr von Durchfeuchtung bestand, wurden ein Sanierputz und ein zweimaliger Anstrich mit KEIM Granital aufgetragen.

Erhalten und gestalten
Mit der Fassadengestaltung wurde Martin Lauber, Restaurator, Kirchenmaler und Fachmann in Sachen Restaurierung historischer Gebäude, beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz entwickelte er ein Farbkonzept für Maxlrain.
Nicht nur dem Restaurator, sondern auch der Bauherrin, Prinzessin Christina von Lobkowicz, und ihrem Mann als Generalbevollmächtigten war es wichtig, dass der gesamte Aufbau mit Produkten der KEIM-Familie erfolgte.

Man einigte sich auf die Wiederherstellung der Farbgestaltung von 1580, was unter anderem den Rückbau der Rustikaquaderung im Erdgeschoss zur Folge hatte. Um den Ensemble-Charakter der Anlage zu unterstreichen, erhielten alle Gebäude außer einem Grundanstrich mit KEIM Granital ein bis zwei Lasurschichten mit KEIM Restauro-Lasur.
Der Ostflügel des Schlosses wurde mit einer gelben Lasur beschichtet, die vom Restaurator angemischt und vom Denkmalamt abgesegnet wurde. Die Fensterumrandungen wurden in einem schönen, stumpfen Rotockerton gefasst. Das Hauptgebäude des Schlosses erhielt einen Anstrich in einem altweißen, ins beige gehenden Grundton. Durch die starke Kontrastierung - sämtliche Schmuckelemente wie Ziergiebel, Wappen, Fenstereinfassungen und die Quaderungen der Turmecken sind in barocker Architekturmalerei in Grau/Weiß ausgeführt - wirkt die Farbe rein Weiß. Als Unterfarbe dient auch hier Granital, für die farbige Gestaltung kam Restauro-Lasur zum Einsatz.

Das große Wappen wurde von Martin Lauber nach Originalvorlage geschnitzt. Daraus entstand eine Silikon-Stützform mit Edelstahlarmierung, die mit individuell eingefärbtem Gussmaterial von KEIM ausgegossen wurde, wobei durch die eingestreuten Pulverfarben der Marmorierungseffekt entstand. Nach dem vierwöchigen Aushärtungsprozess wurde die Marmorstruktur des Wappens mit Fixativ gefestigt und anschließend mit Restauro-Lasur farbig gefasst.
Die Wandfresken der Brauerei-Gaststätte wurden vom Restaurator freigelegt und mit Kalk-Kasein-Tempera ausgebessert.
Wenn Martin Lauber von seiner Arbeit am Schloss erzählt, kommt er ins Schwärmen, besonders die aufwändige Lasurtechnik begeistert ihn: „Mit dem mehrfachen Auftrag durchlässiger Farbschichten erzielt man ein einzigartiges Farbenspiel - je nach Lichteinfall, Witterung, Tages- oder Jahreszeit wirken die Farben leuchtender, wärmer oder kühler. Die Wandflächen haben außerdem die brillante Farbtiefe und matte Oberflächen-Ästhetik, die typisch ist für mineralische Silikatbeschichtungen!“

Schön, dass der Familie von Lobkowizc nicht nur die Bier- sondern auch die Baukultur am Herzen liegt, getreu einem der Leitsätze der Maxlrainer Unternehmensphilosophie: „Unser Können und Wissen und unsere Kreativität setzen wir voll dazu ein, allen, die nach Maxlrain kommen, ein schönes Erlebnis zu bieten. Wir sind weniger ein ertragsorientierter Wirtschaftsbetrieb als eine menschenbezogene, kulturelle Veranstaltung. Denn es gilt: Wenn uns die Menschen lieben, haben wir gewonnen!“

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